Worum geht es in Das Bildnis des Dorian Gray?
Das Bildnis des Dorian Gray, geschrieben von Oscar Wilde, erzählt die Geschichte des jungen Dorian Gray, der ewig jung bleibt, während sein Porträt altert und die Folgen seiner unmoralischen Entscheidungen zeigt. Beeinflusst von Lord Henry gibt sich Dorian einem Leben aus Genuss und Eitelkeit hin, und sein moralischer Verfall zeichnet sich nach und nach auf der Leinwand ab. Der Roman erkundet Schönheit, Eitelkeit, Kunst und das Wesen der Seele.
Welches Genre ist Das Bildnis des Dorian Gray?
Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde gehört vor allem zum Schauerroman (Gothic Horror) und zur philosophischen Literatur. Dieser Roman aus dem späten viktorianischen Zeitalter behandelt verbotene Begierden, Moral und Ästhetizismus und bietet eine tiefe Reflexion über die menschliche Natur, die Kunst und den Preis des Genusses.
Wie viele Kapitel hat Das Bildnis des Dorian Gray?
Das Bildnis des Dorian Gray Zusammenfassung
Dorian Gray ist ein junger Mann von betörender Schönheit, der alle um sich herum in seinen Bann zieht. Der Maler Basil Hallward schafft von ihm ein außergewöhnliches Porträt, das nicht nur seine Züge, sondern auch den Glanz seiner Jugend einfängt. Bei Basil lernt Dorian Lord Henry Wotton kennen, einen zynischen Aristokraten, dessen hedonistische Ansichten – die Schönheit und Genuss verherrlichen – ihn tief prägen. Vor dem Bild wünscht sich Dorian, für immer jung zu bleiben und dass das Porträt an seiner Stelle altert.
Dorian verliebt sich in die junge Schauspielerin Sibyl Vane, die ihn «Märchenprinz» nennt. Doch als sie aus Liebe plötzlich schlecht spielt, weist Dorian sie grausam ab. Verzweifelt nimmt sich Sibyl das Leben. In derselben Nacht bemerkt Dorian die erste Veränderung am Porträt: einen grausamen Zug. Vom Hedonismus Lord Henrys getrieben, beschließt er, seine Schuld zu ersticken und sich dem Genuss zu widmen.
Über die Jahre führt Dorian ein ausschweifendes Leben, während sein Gesicht makellos rein bleibt. Das Porträt hingegen verfällt und wird zum Spiegel seiner Seele. Die Gerüchte häufen sich. Als Basil ihn anfleht, umzukehren, zeigt Dorian ihm die monströs gewordene Leinwand und ermordet ihn in einem Anfall von Wahnsinn. Er zwingt seinen alten Freund, den Chemiker Alan Campbell, die Leiche verschwinden zu lassen; von Reue zerfressen, nimmt sich Alan später das Leben.
Sibyls Bruder James Vane schwört Rache. Er findet Dorian, zweifelt aber wegen dessen jugendlichem Aussehen, ob er der Schuldige ist. Schließlich stirbt James durch einen Unfall bei einer Jagd. So erkundet der Roman Schönheit, Verderbnis und die Unmöglichkeit, dem eigenen Gewissen zu entkommen.
Wie endet Das Bildnis des Dorian Gray?
Am Ende des Romans beschließt Dorian, erschöpft vom Anblick des Porträts, das die ganze Hässlichkeit seiner Seele widerspiegelt, es zu zerstören – überzeugt, so seiner Qual ein Ende zu setzen. Er stößt jenes Messer in die Leinwand, mit dem er Basil getötet hat.
Doch die Tat wendet sich gegen ihn. Statt das Bild zu zerstören, trifft Dorian seine eigene Seele: Die von einem Schrei alarmierten Diener finden das Porträt wieder in makelloser Schönheit und zu seinen Füßen die Leiche eines abstoßenden, verrunzelten Greises mit einem Dolch im Herzen. Nur an den Ringen erkennen sie Dorian Gray.
Das Ende liefert eine poetische Gerechtigkeit: Dorian konnte den moralischen Folgen seiner Taten nicht entkommen. Sein verführerisches Äußeres war nur eine Maske, und sein Tod enthüllt endlich das wahre Gesicht seiner Seele, während das Porträt seine ursprüngliche Unschuld zurückgewinnt.
Wer sind die Hauptfiguren in Das Bildnis des Dorian Gray?
- Dorian Gray: ein junger Mann von außergewöhnlicher Schönheit; sein Porträt altert und verfällt an seiner Stelle, während er selbst jung und makellos bleibt.
- Basil Hallward: der von Dorian faszinierte Maler, Schöpfer des Porträts, der ihn zum Guten zu führen versucht.
- Lord Henry Wotton: ein gelangweilter, hedonistischer Aristokrat, dessen verführerische Paradoxien Dorian ins Verderben treiben.
- Sibyl Vane: eine leidenschaftliche junge Schauspielerin, die Dorian liebt; ihr gebrochenes Herz führt sie in den Tod.
- James Vane: Sibyls Bruder, entschlossen, seine Schwester zu rächen.
- Alan Campbell: ein Chemiker und früherer Freund Dorians, der per Erpressung gezwungen wird, Basils Leiche zu beseitigen.
Berühmte Zitate aus Das Bildnis des Dorian Gray
Hier einige prägnante Sätze des Romans (hier sinngemäß aus dem englischen Original übersetzt):
- „Es gibt keine moralischen oder unmoralischen Bücher. Bücher sind gut geschrieben oder schlecht geschrieben. Das ist alles." – Vorwort
- „Der einzige Weg, eine Versuchung loszuwerden, ist, ihr nachzugeben." – Lord Henry
- „Hinter allem Erlesenen, das existierte, lag etwas Tragisches."
- „Ich will meinen Gefühlen nicht ausgeliefert sein. Ich will sie nutzen, sie genießen und sie beherrschen." – Lord Henry
Häufige Fragen zu Das Bildnis des Dorian Gray
Wer schrieb Das Bildnis des Dorian Gray?
Das Bildnis des Dorian Gray wurde von Oscar Wilde geschrieben, einem irischen Autor. Zuerst 1890 als Kurzroman veröffentlicht, wurde es 1891 zu einem vollständigen Roman erweitert. Es ist Wildes einziger Roman und ein Klassiker der Schauerliteratur.
Wo spielt Das Bildnis des Dorian Gray?
Die Geschichte spielt hauptsächlich in London zur viktorianischen Zeit, die für ihre strenge Moral bekannt ist – ein Kontrast zu den Themen Hedonismus und Verfall des Romans. Basil Hallwards Atelier und die Opiumhöhlen der Stadt gehören zu den zentralen Schauplätzen.
Welches Genre ist Das Bildnis des Dorian Gray?
Das Bildnis des Dorian Gray ist ein gotischer Roman, der Horror, Ästhetizismus und psychologische Analyse verbindet. Er ist zugleich philosophische Literatur und behandelt Schönheit, Moral und die Folgen des Genusses in der Tradition der spätviktorianischen Gothic.
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